Die Ehre die Kletterbäume für die Sennenchilbi zu fällen, kam Reto Waldis zu. Er erinnerte, dass diese Arbeit grösste Präzision erfordert. Am vergangenen Samstag wurden die beiden Kletterbäume geschält und gehobelt, am 31. Oktober werden sie auf dem Dorfplatz aufgestellt.
«Es ist für uns eine grosse Ehre die Kletterbäume für die Sennenchilbi zu fällen und da mein Bruder Roland Sennenammann ist, macht dies besondersFreude», meint Reto Waldis. Er ergänzt: «Zudem feiern wir ein kleines Jubiläum, denn vor 25 Jahren durften wir erstmals zwei Kletterbäume fällen.»Er versicherte, dass er das Fällen der Tannen immer einem Lehrlingüberlasse. Dieser führt das «Gesellenstück» jeweils mit Stolz und grössterPräzision aus. Denn der Baum muss langsam fallen und darf nicht beschädigt werden. Inzwischen ruhten die beiden nahezu 100jährigen Baumstämme auf dem Parkplatz des Bootshafens Lützelau.
Am vergangenen Samstag, 17. Oktober, war die Ruhe vorbei, um 08:00 Uhrerschienen freiwillig kleine und grosse Helferinnen und Helfer. Kurze Zeit später ratterten Motorsägen und Hobelmaschinen surrten. Vorerst wurdenAstansätze und Baumrinden entfernt, dann galt es die Stämme fein zu hobeln.
Begeistere Kletterer tauschten Geheimtipps aus.
Bei diesen Arbeiten beteiligten sich auch einige Kinder wacker. Während desZnünis gab es nur ein Thema, das Klettern. Einige ehemalige Kletterer tauschten ihre Geheimtipps aus. Deborah Büeler aus Weggis, verriet, dass sie es dieses Jahr wagen möchte, den kleineren Kletterbaum zu erklimmen. Da stellte sich auch die Frage, ob auch Reto Waldis klettert. «Ich bin mich gewohnt, mit Klettereisen die Bäume hochzusteigen, aber klettern an einem Kletterbaum, das ist nichts für mich.» Bis am Abend wurde an beiden Bäumengehobelt, doch die Kletterexperten waren nicht ganz zufrieden. So rücken sie am nächsten Samstag, mit neu geschliffenen Werkzeugen nochmals an. Eines ist sicher, am 31. Oktober werden diese auf den Dorfplatz transportiert und am selben Tag aufgerichtet. «Ein passender Moment auch dieses einmaligeEreignis auf dem Dorfplatz, bestimmt mit vielen Gästen, zu feiern», meinte Sennenammann Roland Waldis zufrieden. Auch er sorgte dafür, dass dieHobelspäne flogen. /Werner Mathis
